Als
Graf Wilhelm Gustav Friedrich Bentinck um
1790 mit dem Gedanken spielte, das direkt am
südlichen Jadebusen bei Varel liegende
Bauern- und Fischerörtchen Dangast zu einem
Seebad auszubauen, hatte er sicherlich nicht
damit gerechnet, dass zweihundert Jahre
später Dangast über die Region hinaus
bekannt ist als der Kur- und Badeort an der
Nordseeküste. Wirtschaftlich und kulturell
stellt der 800 Seelen Kurort Dangast einen
Mittelpunkt in der Geschichte der deutschen
Nordseebäder.
Im frühen Mittelalter war Dangast der
Stammsitz mehrerer friesischer Häuptlinge.
Danach Klostersiedlungsgebiet mit Ackerbau
und Viehzucht. Erst Jahrhunderte später
übernahm das Oldenburger Grafenhaus Varel
und Dangast in seine Obhut.
Um 1800 entstand auf einem zwölf Meter hohen
Geestrücken an der Meeresbucht das heutige
Kurhaus von Dangast. Später kamen die ersten
befestigten Strandanlagen und um 1820 wurden
die ersten Badewagen angeschafft und der
weitere Ausbau des Kurbades vorangetrieben.
Zwischen 1811 und 1814 verlor Dangast durch
die Fremdherrschaft der Franzosen
kurzfristig an Bedeutung, holte dieses
jedoch in den folgenden Jahren merklich auf.
|